Olympiadorf: Stadt und Spiele

Foto: Felix Lüdicke

Bachelor‘s Thesis 15 ECTS und Master Entwurfsstudio 12 ECTS
Sommersemester 2012

Forschungsfeld
Olympiapark München
Interventionen und Partizipation
Public space

Betreuung
Prof. Regine Keller
Dipl. Ing. Thomas Hauck
Dipl.-Ing. Juliane Schneegans
Dipl.-Ing. Felix Lüdicke


Olympiadorf: Stadt und Spiele
Gebrauchslandschaft für die nächste Generation

Das zu den Olympischen Sommerspielen 1972 in München errichtete Olympische Dorf ist in das Ensemble des Olympiaparks integriert. Der Wohnwert des Dorfs mit etwa 8 000 Bewohnern gilt nach wie vor als sehr hoch, was nicht zuletzt an den autofrei erschließenden Fußgängerebenen liegt und an den Park- und Spielanlagen direkt vor der Haustüre.
Ebenso wie der Olympiapark dem Gestaltungsleitbild eines „Gebrauchsparks“ folgte, knüpfte auch die Gestaltung der Außenanlagen des Olympischen Dorfs an die damaligen Ideale an. Nach Prinzipien, die sich aus den Bedürfnissen der Nutzer ableiteten, entwarfen Wolfgang Miller und Hans Lutz aus Stuttgart die Freianlagen als Verbindungsglied von Wohnmaschine und Olympiapark. Das Spielen und Lernen von Kleinkindern und Jugendlichen koppelten die über das Areal verteilten Aktions- und Spielräume – dem damaligen Zeitgeist der Pädagogik entsprechend. Die Material- und Wasserspielplätze sollten zahlreiche Möglichkeiten der ungeplanten Aneignung und spontanen Veränderung offen halten. Heute jedoch ist frei bespielbarer und nutzungsflexibler öffentlicher Raum keine Selbstverständlichkeit mehr.
Zum 40-jährigen Bestehen des Olympiaparks legt ein Parkpflegewerk die ursprünglichen Gestaltungsabsichten für den Olympiapark wieder frei. Doch was ist mit den Dorf-Freiräumen? Die Kinder aus den 70ern sind erwachsen und die Sozialstruktur im Dorf hat sich verändert. Wir begeben uns auf Spurensuche innerhalb der Wohnanlage und erkunden was geblieben ist vom einstigen Geist der Partizipation. Wie lassen sich die Bewohner heute motivieren, ihren gemeinschaftlichen Freiraum mitzugestalten? Und welche Rolle übernimmt der Landschaftsarchitekt beim „Nicht-Planen“ Planen?

Aufgabe
In der Analysephase gilt es die Grundgedanken und Entwürfe von 1972 zu erfassen und mit dem heutigen Bestand und Nutzungen abzugleichen. Weiterhin gilt es die Gewohnheiten und Bedürfnisse der heutigen Nutzer zu recherchieren. Daraufhin ist ein Rahmenkonzept für die Stadtlandschaft im Olympiadorf zu erarbeiten, welches das Areal für die nächste Generation weiterentwickelt und den Bewohnern Freiraum lässt mitzugestalten und Räume anzueignen.
Die konzeptionellen Ideen sind anhand eines geeigneten Ausschnitts als räumlicher Entwurf im Detail auszuarbeiten.


Projektbeispiele

Olympia - CUBES

Daniel Steffens

olyWald

Luisa Multer